A. J. Dunning: Extreme. Betrachtungen zum menschlichen Verhalten

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Beschreibung

Limitierte Originalausgabe im Schuber. Lesebändchen.
Erschienen im April 1992 im Eichborn Verlag als 88. Band der Anderen Bibliothek.
Herausgegeben von Hans Magnus Enzensberger.

328 Seiten, sehr guter Zustand. Schuber auf der Rückseite leichte Gebrauchsspuren

Aus dem Niederländischen von Helga von Breuningen

 

Die Geschichten, die dieses Buch erzählt, sind nicht neu. Gilles de Rais und die Jungfrau von Orléans, Marat und Charlotte Corday, Verlaine und Rimbaud – das sind legendäre Figuren, die jedermann zu kennen glaubt. Dagegen wissen die wenigsten unter uns, wie Schiffsjungen schmecken, wieviel die Kunst der Oper dem Messer des Chirurgen verdankt, was sich Gustav Mahler und Sigmund Freud zu sagen hatten, bei ihrer einzigen Begegnung, einem Strandspaziergang in Nordwijk aan Zee.*Was hat der Mythos von der unbefleckten Empfängnis mit der Fortpflanzung der Domschwanz-Eidechse zu tun? Wirft der Fastentod der Heiligen Katharina von Siena Licht auf die Anexorie, eine Wohlstandskrankheit, die immer mehr junge Frauen heimsucht? Und wie hängt der Herz-Jesu-Kult mit den Transplantationsmethoden der modernen Chirurgie zusammen?*Was die Erzählungen Dunnings einzigartig macht, ist ihre Perspektive. Biologie und Religion, Medizin und Mariologie, Kriegsgeschichte und Psychoanalyse zieht er mit gleicher Selbstverständlichkeit heran, um extremes menschliches Verhalten zu deuten. Was uns, im Guten und im Bösen,von anderen Tieren unterscheidet, zeigt sich im Extremfall, der unheimlich und rätselhaft, bisweilen auch von makabrer Komik ist: an Verbrechen, Rauschzuständen, Grausamkeiten. Immer wieder tritt dabei das Opfer als zentrale Kategorie hervor. Wissenschaft und Quellenkunde können es beleuchten, aber nicht erklären.

 

Zusätzliche Information

Gewicht 0.52 kg

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